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The mystery of Love – das Geheimnis der Hund Mensch Beziehung

Wer kennt sie nicht, diese einzigartige Magie zwischen Hund und Mensch?

Über das Mysterium „Hund Mensch Beziehung“ wurden schon viele Geschichten geschrieben. Immer geht es in ihnen irgendwie um Treue, Loyalität, Freundschaft, und um Fürsorge, oder um die Intelligenz und den untrüblichen Beschützerinstinkt eines Hundes.  Wer kennt nicht „Lassie“, „Mein Partner mit der kalten Schnauze“, oder die „Fünf Freunde“ Episoden, in denen der Hund Timmy nicht selten die Kinder aus brenzligen Situationen rettet oder die Gangster überführt.  „Marley & Ich“ , „Ein Hund namens Beethoven“, „Wendy & Lucy“,  „Amores Perros“ oder „Hachiko“ … Menschen sind offensichtlich fasziniert von dieser fast magischen Art der Liebe zwischen Mensch und Hund, die ohne Worte auskommt und zumindest von Seiten des Hundes völlig selbstlos ist.

Wie man sie findet

Die meisten Hunde Besitzer ( ich kann hier nicht für alle sprechen, das muss dann jeder selbst herausfinden) haben dieses Mysterium selbst kennenlernen dürfen. Es ist ein bisschen so wie mit dem Verliebtsein. Man kann nicht erklären, wie es dazu kommt, man kann es nicht forcieren, und es hat auch nicht immer etwas mit dem äußeren Gefallen zu tun- es ist unerklärlich und trotzdem spürbar: plötzlich ist da eine Verbindung. Manchmal ist sie schon von der allerersten Begegnung an da, diese Magie, wie bei der Liebe auf den ersten Blick. Der Moment, wenn man beim Züchter sitzt und ein kleines Rudel aufgeweckter Welpen purzelt ins Zimmer und man hat von Anfang an nur Augen für einen einzigen Hund –  und dann tapst ausgerechnet dieser eine kleine Welpe direkt auf einen zu, kuschelt sich einem auf den Schoß und es ist um einen geschehen.

Zum Beispiel im Tierheim

Oder man macht seinen obligatorischen Sonntagnachmittags- Besuch im Tierheim und bleibt wie angewurzelt vor dem Gitter stehen: „Das ist er! Du bist es! Du gehörst zu mir! Dich will ich, und sonst keinen!“
Dieser eine Hund- und nur dieser- hat etwas im Blick, das man nicht beschreiben kann, etwas, das einen fasziniert und im Herzen berührt.

Manchmal erwischt es einen erst später, man kann den Hund schon längst kennen und einige Zeit mit ihm verbracht haben und dann, wie aus heiterem Himmel, vielleicht wirklich erst beim zweiten, fünften oder zehnten Kontakt: plötzlich schaut man dem Hund in die Augen, er erwidert den Blick und beide wissen: jetzt ist es um uns geschehen. Wir gehören für immer zusammen. Wir sind füreinander da. Das zwischen uns ist etwas Besonderes.

Für Menschen, die das noch nie erlebt haben, wird das seltsam, vielleicht etwas übertrieben klingen, doch solche Verbindungen zu Hunden gibt es wirklich. Diese Partnerschaft ist tatsächlich etwas ganz Besonderes und Unbeschreibliches.

Neulich hat eine Freundin über ihre erste „magische Erfahrung“ zum Thema
Hund Mensch Beziehung berichtet:

„Ich liebe Hunde. Sie werfen sich mir zu Füssen und ich liebe es, sie zu kraulen. Ich mag es, wenn sie mir entgegenrennen und mich begrüssen und mir macht es Spaß, mit Hunden spazieren zu gehen. Doch mit Lucy ist alles nochmal ganz anders. Wir haben uns in die Augen geschaut und dann war zwischen uns alles klar. Ich war mit ihr spazieren und es war so erfüllend, dass es mich wirklich berührt hat. Es war, als wären wir wirklich zu weit unterwegs- nicht einfach nur ich alleine mit einem Hund- es war wie mit einer Person, einer Freundin oder einem Partner. Ist das vielleicht das, was die Leute meinen, wenn sie von der sogenannten  „Hund Mensch Beziehung“ sprechen?

Sie spürte mich so genau, dass sie, selbst wenn sie weit vor mir war und mich eigentlich nicht sehen konnte, anhielt, wenn ich anhielt – und sich umdrehte, wenn ich mich umdrehte. Sie nahm jede meiner Bewegungen auf und setzte sie in ihrem Bewegungsablauf um.

Lucy spürt jede meiner Regungen und begegnet ihnen. Hab ich beruflich viel um die Ohren, liegt sie ruhig neben mir und schaut mich mit diesem vielsagenden Blick an der sagt: “ Es wird schon alles. Du schaffst es. Du bist meine Heldin.“  Bin ich fröhlich und emsig bei der Gartenarbeit, hilft sie fleissig mit , zeigt aber an nichts auf der ganzen Welt mehr Interesse als an mir. Hab ich Kopfschmerzen und bin erkältet, ruht sie sich in angenehmen Abstand von mir aus, beobachtet mich eingehend, als würde sie fragen und gleichzeitig genau wissen, wie es mir geht. Sie tut mir einfach gut. Selbst die Geräusche, die sie beim Essen macht und sogar ihren Atem empfinde ich als angenehm. “

Wenn sie sich „gefunden haben“

Ich wusste genau, was die Freundin meinte- ich hatte diese ganz spezielle Art von Bindung damals schon bei meinem ersten Hund erleben dürfen und seither immer wieder. Ich werde regelmäßig Zeuge davon, wie Menschen und Hunde sich „finden“ , wie sie einander ans Herz wachsen und wie die Hunde die Leben ihrer Familien wundervoll bereichern und beschenken. Viele können sich schon nach kürzester Zeit nicht mehr vorstellen, von ihrem Fellnäschen getrennt zu sein und alle, die ihren Hund in Hundeferien zu uns bringen, vermissen trotz schönem Urlaub ihren kleinen Schatz und können es kaum erwarten, ihn endlich wieder bei sich zu haben.

Ich höre von Menschen, die mir ihr Herz ausschütten, weil sie ihren Hund nach vielen Jahren einschläfern mussten, weil er sehr krank wurde… Er fehlt ihnen sehr – und er hat ein großes Loch hinterlassen, dort, wo er war. Das Haus fühlt sich einsam und leer an ohne ihn, die Spaziergänge haben ihren Sinn verloren und alles steckt voller Erinnerungen an ihn- nicht zuletzt die vielen Bilder, die überall im Haus und auf dem Smartphone zu finden sind …

Was eine Hund Mensch Beziehung alles kann

Mehr als einfach nur ein Haustier oder eine Freizeitbeschäftigung kann der Hund zum Partner und Gegenüber werden, der große Auswirkungen im Leben des Menschen haben, und sogar das eine oder andere Wunder bewirken kann.

  • Naturbanausen und Bewegungsmuffel bringt er raus an die frische Luft
  • Einsamen schenkt er Gesellschaft
  • Verschlossenen hilft er durch sein uneingeschränkt gutes und geduldiges Wesen, sich zu öffnen
  • Er verwandelt ein Haus in ein zu Hause
  • Er kann Traumas therapieren
  • von Krankheit und Schmerz ablenken
  • über Ängste hinweghelfen
  • Er hilft Menschen, die Probleme mit Nähe haben
  • schenkt hoffnungslosen wieder Sinn im Leben
  • Ehepaare, die sich nicht mehr viel zu sagen haben, kann er wieder näher zusammenbringen
  • Schwung in eingeschlafene Familien bringen, Teenager aus ihrem Schneckenhaus locken
  • Er hilft dabei, neue Leute kennenzulernen und sofort ins Gespräch zu kommen ( zB auch für Singles sehr zu empfehlen) – die Hundehalter Community ist groß *smile*.
  • Er begleitet Actionhelden ( Jäger, Polizisten, Rettungskräfte, etc.)  bei ihren Abenteuern, spürt Menschen oder Verbrechen auf, rettet Verunglückte  und beschützt Kinder vor Fremden.
  • Außerdem kann er auch noch bei der Resteverwertung daheim helfen – so landen Steak-Reste und angebissene Brötchen nicht mehr einfach unbeachtet im Müll …

Obwohl Mensch und Hund nicht dieselbe Sprache sprechen, gibt es zwischen diesen beiden doch eine Kommunikation- eben eine ohne Worte. Sie funktioniert auf Grund von gegenseitigem Vertrauen und einer Vertrautheit, die durch geduldiges Beobachten und Einfühlvermögen gewachsen ist. Die Bindung zwischen Mensch und Hund ist nicht abhängig von Äußerlichkeiten und nimmt über die Zeit nicht ab.

Die Hund Mensch Beziehung kann am ehesten von allen Beziehungen zw. Mensch und Haustier als „Freundschaft“ bezeichnet werden. Sie basiert auf der uneingeschränkten Loyalität des Hundes dem Menschen gegenüber sowie auf der Vertrauenswürdigkeit und der Versorgung seitens des Menschen.

Hier noch ein paar Tipps, wie man die Bindung innerhalb der Hund Mensch Beziehung stärken kann:

  • Nehmen Sie sich Zeit für ihn, in der sie ihm ihre ganze Aufmerksamkeit schenken.
  • Schauen Sie ihm zu und lernen seine Körpersprache verstehen. Wenn Sie lesen können, in welchem Gemütszustand sich ihr Hund befindet, werden Sie ihm genau so begegnen, wie er es gerade braucht.
    • Ist er nervös oder ängstlich, oder übermüdet und überdreht? Spenden Sie ihm Ruhe und Geborgenheit. Helfen sie ihm dabei „runterzukommen“.
    • Ist er gelangweilt, nicht ausgelastet, und weiss nicht wohin mit sich? Spielen sie ein anregendes Spiel mit ihm. Geben Sie ihm dabei eine Aufgabe, die er lösen muss – und eine Belohnung, wenn er es geschafft hat.
    • Ist er müde und möchte einfach nur seine Ruhe? Lassen Sie ihm seine Ruhe- werden sie nicht übergriffig.
    • Bedient sich ihr Hund der Calming Signals ist Feingefühl geboten: Ihr Hund versucht, die Situation zu entschärfen. Das bedeutet, aus seiner Sicht ist die Situation angespannt, vielleicht sogar aggressiv, er versteht vielleicht nicht, was sie von ihm möchten und er fühlt sich verunsichert. In diesem Fall drehen sie sich um und lassen ihn für ein paar Minuten allein. Später rufen sie ihn freundlich und locken ihn mit einem Spiel oder etwas Leckerem zu sich und streicheln ihn. So weiss er, dass alles in Ordnung ist.
  • Der Ton macht die Musik: Sprechen Sie in einem ruhigen, freundlichen Tonfall mit ihrem Hund. Nennen Sie seinen Namen immer in einem liebevollen Ton. Wenn Sie etwas von ihm möchten, sagen Sie ihm das klar und bestimmt, aber in einer freundlichen Stimme, gerne in einem etwas höheren Tonfall- wie bei Menschen wirkt das auch bei Hunden vertrauensfördernd.
  • Sprechen Sie mit ihrem Hund. Erklären Sie ihm zB. dass er jetzt für ein paar Stunden allein daheim ist, dass sie aber bald wiederkommen oder dass er jetzt zu Tante Margret darf für ein paar Tage, und Sie ihn bald wieder abholen. Die Meinungen darüber, ob der Hund die menschliche Sprache verstehen kann, gehen bekanntlich auseinander. Ich habe jedoch festgestellt, dass Hunde sehr wohl einiges verstehen können – was sie auf jeden Fall verstehen ist das, was zwischen den Zeilen mitschwingt. Vielleicht werden Sie es seltsam finden, aber ich mache meinen Hunden sogar Komplimente, wie schön sie aussehen und ich erzähle ihnen, dass ich sie lieb habe ( mit Liebe geladene Worte haben noch keinem Lebewesen geschadet) *zwinker*
  • Vermeiden Sie im Umgang mit ihrem Hund und in der Erziehung Aggression und Nervosität, Bestrafungen, Schimpfen, etc. sowie schnelle, unkontrollierte Bewegungen. Schaffen Sie Vertrauen durch ruhige, bedachte Bewegungen
  • Statt ihrem Hund ständig hinterher zu gehen und ihn häufig und unvermittelt hochzunehmen, setzen Sie sich ruhig und entspannt in seine Nähe und warten einladend, bis er von selbst zu Ihnen kommt. Streicheln Sie ihn zur Belohnung für sein Kommen.
  • Körperkontakt, Berührung und Nähe: Lassen Sie ihn den Tag über und Nachts ebenso nahe bei ihnen sein, wie es ihnen beiden angenehm ist. Berühren Sie ihn immer wieder durch den Tag auch einfach im Vorbeigehen- damit nehmen Sie Kontakt zu ihm auf. Berühren sie ihn ausschliesslich freundlich und liebevoll- nicht ärgern, am Schwanz ziehen oder gar schlagen! Ihre Berührungen sollten auch nicht nervös machen oder erschrecken. Stattdessen sollten sie Ruhe und Geborgenheit ausstrahlen ( „nährende Berührungen“), nicht zu leicht und nicht zu fest sein. Spüren Sie dabei, was ihrem Hund besonders gefällt und gehen sie auf seine Vorlieben ein.
  • Lassen sie ihn an ihnen riechen und ihre Hände lecken- so kann er ihnen wiederum seine Zuneigung ausdrücken.
  • Schauen sie einander immer wieder in die Augen. Vermeiden Sie in ihrem Blick Ärger, Angst oder Vorwürfe. Sehen sie ihn stattdessen offen und einladend an.
  • Teilen Sie immer wieder einmal eine besondere Leckerei mit ihm. Vielleicht darf er den letzten Bissen ihres Brotes bekommen, oder ihren Joghurtbecher auslecken. Freunde teilen eben gern *smile*
  • Unternehmen Sie etwas mit ihm, das ihnen beiden Spaß macht. Nur sie beide allein.
  • ….

Wir von MyDogGoesWuff! wünschen Ihnen die schönste Hund Mensch Bindung, die man nur haben kann! Wenn es einmal so aussieht, als würde ihr Hund gar kein Interesse an Ihnen haben: machen Sie sich keinen Kopf. Gehen sie weiterhin liebevoll auf ihn ein (siehe oben)- und haben Sie ein wenig Geduld. In der letzten Konsequenz ist der Hund am glücklichsten, wenn er der treue Begleiter des Menschen sein darf, dem er vertraut, im schönsten Fall seinem Besitzer.

Herzliche Grüße, und den allerschönsten Sonntag zusammen!
Gabi ❤

 

Lese-Empfehlungen:

  • Über die Einzigartigkeit der Bindung zwischen Hund und Mensch haben wir hier schon einmal berichtet … und hier und hier.
  • Noch mehr Hundeverliebtes finden Sie hier in unserem Archiv.
  • Hier kann man über die Bindung zwischen Mensch und Hund nachlesen … der Artikel ist wirklich schön!
  • Der ARD hat einen schönen Bericht darüber gebracht, wie gut uns Hunde verstehen können: hier.
  • Dieses Buch  zu dem Thema ist auch empfehlenswert.

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