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31° und es wird noch heisser – 10 Sommer- Erfrischungen die deinem Hund Hitze erträglicher machen werden

Es ist Sommer! Hier bei uns auf dem Dornsberg, inmitten sonniger Natur, ist es meinen Hunden sogar bei grosser Hitze noch relativ angenehm. Im Garten gibt es ausreichend Schattenplätze, im Haus können sie sich auf die kühlen Fliesen legen und es gibt überall genügend frisches Wasser zum Trinken.

In der Stadt ist es nicht immer so einfach bei der Hitze, und es kommt häufiger vor, dass man etwas zu erledigen hat und das kleine Fellnäs’chen mitkommen muss. Wir haben Euch dazu ein paar Dinge zusammengeschrieben, die Euch helfen, die Sommertage glücklich und gesund zu geniessen- und deinem Hund Hitze erträglicher machen.

Zunächst einmal:
Was passiert im Body deines treuen Freundes, wenn es im Sommer so heiss ist?

Dein Hund kann nicht wie du über die Haut schwitzen. Er nutzt dafür vor allem seine Schweißdrüsen an den Pfotenballen. Da auf dieser kleinen Fläche nur sehr wenig Schweiß verdunsten kann, hilft es deinem Hund so gut wie nicht beim Abkühlen.
Deshalb regulieren Hunde ihre Temperatur über das Hecheln und die Wärmeabgabe über ihre Haut. Beim Hecheln atmet ein Hund mit heraushängender Zunge und tauscht damit mit bis zu 10 Atemzügen pro Sekunde nahezu 100 Liter Luft in einer Minute aus!!!

Dabei gibt dein Wuff viel Feuchtigkeit und damit seine Wärme in Form von Wasserdampf an die Umgebung ab. Dies funktioniert wunderbar, so lange die eingeatmete Umgebungsluft kühler und weniger feucht ist als die ausgeatmete Luft.

WICHTIG: Deinem Hund sollte zu jeder Zeit genügend frisches, am besten kühles Wasser zur Verfügung stehen. Hunde haben nämlich einen überproportional hohen Flüssigkeitsbedarf!

So, und jetzt haben wir Euch
10 Sommer- Tipps zusammengestellt, die deinem Hund Hitze erträglicher machen werden!

1. Morgenstund’ hat Gold im Mund

Nutze die Frische des Morgens und die Kühle des Abends für sportliche Aktivitäten oder längere Spaziergänge. Erobert euch den Wald, da ist es angenehmer als auf Wegen in den Feldern oder in Parks! Mittags solltest du nur ganz kurze Runden drehen und natürlich nie vergessen etwas Wasser mit auf den Weg zu nehmen.

2. Wasserspiele

Was gibt es schöneres als im Wasser zu plantschen?

Liebt dein Schatz das Wasser, so gibt es viele Möglichkeiten mit Pflanzenbestäuber, Rasensprenglern, dem Wasserschlauch, einer Wasserschüssel oder sogar einem Hundeplantschbecken

Ist dein Fellnäs’chen eher wasserscheu? Versuche es doch einmal so: Stelle seine Pfoten langsam in eine Wasserschüssel. Wenn er es mag, kannst du ihm dann die Beine nass machen. Dein Hund kühlt schneller ab, wenn das Wasser auf seinem Fell verdunstet. Benutze dafür kein eiskaltes Wasser, damit der Temperaturunterschied für ihn nicht zu gross ist, das empfinden manche Hunde als unangenehm.

Viel Spass macht es den meisten auch, Leckerlies aus einer Schüssel mit Wasser zu fischen, oder sogar danach tauchen. Das bringt Abwechslung und eine wohlverdiente Abkühlung zugleich.

3. Schwimmen gehen

Einen Ausflug an einen See oder Bach ist immer ein Highlight und Bällchen, Dummy oder anderes Schwimmspielzeug sorgt für etwas Action neben der kühlen Erfrischung.

Bitte denke daran, dass es für den Kreislauf deines Hundes eine Belastung sein kann, wenn er überhitzt plötzlich in kaltes Wasser eintaucht. Daher empfehle ich, erst langsam abkühlen, danach erst zum Spielzeug greifen.

Solltet ihr an einen Fluss oder See gehen, so achte bitte immer auf die Strömung und lass deinen Schatz erst einmal an einer schwimmenden Schleppleine ins Wasser. Hunde können Strömungen nicht einschätzen, dazu brauchen sie dich!

4. Chillen – Sucht euch einen schönes schattiges Plätzchen im Grünen

Ein lauschiges Plätzchen im Grünen im Schatten der Bäume ist meist leicht gefunden.  Wie wäre es, die Seele gemeinsam oder mit Freunden auf einer schönen Decke baumeln zu lassen, ein kleines Picknick dabei?  Dazu brauchst du nur eine gemütliche Decke – und schon kann’s losgehen. Ich nehme für meine Hunde meistens noch eine Rothirsch-Geweihstange mit, diese lässt sich zum spielen und apportieren  und genauso gut auch als Kauspass zum Zeitvertreib nutzen.

Entscheidet ihr euch für einen gemütlichen Tag zuhause, kann auch eine Kühldecke die Hitze erleichern… hier findest du eine sehr praktische und vor allem haltbare Kühlmatte für den Innen-  wie auch für den Aussenbereich.

5. Aktivitäten in der Hitze:  Alles ganz gemütlich und langsam angehen lassen!

6. Füttern bei der Hitze:  lieber öfters kleine Portionen anbieten.

 

7. Eiskrem für dich und Doggy-Ice-Cream für deine 4 Pfötchen

Hunde lieben Eiskrem mindestens genauso sehr wie wir! Also stellen wir aus ein paar einfachen und gesunden Zutaten unsere allzeit beliebte Doggy-Ice-Cream her:

Einfach Joghurt, Quark und/oder Hüttenkäse mit etwas Wasser verrühren. Je nach gewünschter Geschmacksrichtung Leberwurst, Thunfisch oder geriebenen Käse dazugeben und in eine Eisform füllen. Zum einfachen Entnehmen und als besonderen Kick ein  Büffelhaut-Stängelchen einsetzen. Für ein paar Stunden in den Gefrierschrank stellen und fertig ist das Eis am Stiel für deinen Schatz auf vier Pfoten! Viel gesünder und leckerer als die zuckrige Eiscreme aus der Eisdiele!

Als coole Alternative zur Eisform könnt ihr Kong’s mit der leckeren Creme befüllen und einfrieren! Sie sind aus Naturkautschuk, zum Befüllen mit Futter vorgesehen und eignen sich damit perfekt für unser Vorhaben. Sie haben den weiteren Vorteil, dass sie gefriertauglich und spülmaschinenfest sind, somit rundum hygienisch. Kong’s gibt es in verschiedenen Grössen und verschiedenen Härtegraden, somit findet ihr für Euren Welpen / Hund  genau den richtigen ;-)

8. Fellpflege

Normalerweise ist das Hundefell der perfekte Schutz gegen Kälte wie auch Wärme, Feuchtigkeit, Wind und natürlich gegen Sonnenstrahlen für deinen Hund. Das Scheren des Fells im Sommer stört diesen natürlichen Schutz eher, als dass er dem Hund hilft. Dennoch: Rassen mit extrem lang und/oder sehr dicht gezüchtetem Haarkleid wie Bobtails, Pekingkesen oder Neufundländer können stark unter  der Sommerhitze leiden. Vor allem bei älteren Hunden oder Hunden mit mit Herz-und Kreislaufproblemen, kann es auf jeden Fall entlastend wirken, das Fell kürzen oder scheren zu lassen. Schon wenn du die Unterwolle und losen Haare gut auskämmst, tut sich dein vierbeiniger Freund leichter in der Wärme der Sommertage.
Überlasse das Scheren am besten einem „Groomer“, einem Hundefrisör, um sicher zu gehen, dass das Fell nicht zu kurz wird, denn sonst riskiert dein Schatz einen Sonnenbrand.

9. Pfoten

Barfuß zu laufen ist schön und im Grünen geniessen wir es im Sommer – natürlich aber nur, solange es nicht über Pflastersteine oder Asphaltstraßen geht – und das vielleicht auch noch in der Mittagshitze. Denn dann kann es für die Füße heiß und schmerzhaft werden.

Was viele dabei nicht bedenken: Unseren Fellnäs’chen geht es dabei nicht anders!
An warmen Sommertagen sollten wir deshalb immer testen, wie heiß der Asphalt wirklich ist, auf dem unsere Hunde laufen. Empfinden wir zB. den Asphalt an unseren Hände oder Füße als zu heiß, ist er das auch für die Hundepfoten.
Tatsächlich können auch Hunde sich die Pfoten verbrennen. Solltest du  viel auf Asphalt unterwegs sein, so pflege die Pfötchen deines Lieblings gut, das sie nicht zu trocken und rissig werden.

Mein Tipp:

Mit dem Delara-Pfotenbalsam habe ich seit Jahren die besten Erfahrungen gemacht. Das Balsam beinhaltet das pflegende Lanolin (Wollfett der Schafe), das desinfizierend wirkende Propolis der Bienen, sowie das schützende Carnaubawachs, das aus der in Brasilien lokalisierten Carnaubapalme gewonnen wird die Pflege abgerundet. Das Pfotenbalsam zieht schnell ein und hinterlässt keine Pfötchenabdrücke auf dem Boden.

10. Die Sonnenanbeter

Manche Hunde suchen den Schatten. Andere wiederum, wie unsere Baghira, geniessen selbst noch bei 30°C ihr sonniges Plätzchen auf meinem Liegestuhl. Trotzdem:  habt bitte euren kleinen Schatz genau im Blick. Auch wenn dein Hund von ganz allein schon 30 Minuten durch die Sonne rennt und spielt, braucht er vielleicht eine Pause zum Abkühlen. Biete ihm zwischendurch immer mal wieder Wasser an oder verlagere die Aktivität ganz unauffällig und geschickt in den Schatten. Bei deinem Liebling gilt: da wo du bist, ist es am Schönsten!

Für ältere, kranke oder auch für übergewichtige Hunde bedeutet Hitze eine körperliche Belastung und ein Stressfaktor. Bitte beachte dies und hilf ihnen z.B mit einer speziellen Outdoor-Kühldecke zu entspannen, oder nach dem Sonnenbad wieder abzukühlen.

Hilfe Überhitzung!!!
Erste Hilfe an heissen Sommertagen

Wir wissen ja auf was zu achten ist. Doch das ist leider nicht bei allen Hundebesitzern so und so kann es schnell einmal sein, dass du unterwegs bist und in eine Situation kommst, in welcher du schnell handeln musst. Deshalb habe ich dir hier das Wichtigste kurz zusammengefasst.

Wie erkennst du, wenn ein Hund zu viel Sonne abbekommen hat?

• Extrem starkes Hecheln und eine hohe Atemfrequenz
• Schwacher Puls
• Schneller Herzschlag
• Blaufärbung der Schleimhäute
• Schwankende Bewegungen oder seitliches Umkippen
• Ab 42°C Körpertemperatur: Bewusstlosigkeit.

Hier für dich die Sofortmaßnahmen:

• Frische Luft & sofort einen schattigen Platz suchen
• Beruhigen
• Wasser zu trinken geben – auch hier am besten nicht zu kalt und langsam
• langsame Kühlung des Hundes; Vorsichtig bei den Beinen beginnen, dann langsam weitergehen, da sonst Gefahr von Kreislaufversagen besteht.
• Evtl. Schockmaßnahmen

 

Wenn das Auto zum Backofen wird

Obwohl schon viele unschöne Geschichten über im Auto verbliebene Hunde berichtet wurden, wird das Thema doch immer noch unterschätzt. Anbei zur Veranschaulichung einmal eine Tabelle, die zeigt, wie stark sich ein Auto innen nach 5, 10, 30 und 60 min aufheizt!

 

Solltest du an einem warmen Tag einen eingeschlossenen Hund im Auto sehen, was hoffentlich nie passieren wird… verhält du dich folgendermaßen richtig und rechtskonform

  1. Versuche den Besitzer des Wagens zu ermitteln
  2. Informiere die Polizei
  3. Befindet sich der Hund in einer akuten lebensgefährlichen Lage, die es unmöglich macht, auf die Polizei zu warten, darfst du, nachdem du einen Notruf abgesetzt hast, den Hund selbst befreien.
  4. Prüfe zuerst, ob vielleicht eine Tür geöffnet ist oder sich die Fenster durch einen geöffneten Schlitz öffnen lassen. Erst dann darfst du ein Fenster einschlagen, wähle dazu ein kleineres Seitenfenster um den Schaden gering zu halten
  5. Wichtig: Dokumentiere dies mit einem Handy- Video am Besten durch einen oder mehrere Passanten, welche als Zeugen dienen. Sie sollten bis zum Eintreffen der Polizei vor Ort mit dir bleiben.

Jetzt bleibt mir noch, euch eine wundervolle warme Sommerwoche zu wünschen! Lasst es euch gutgehen!
Es grüßt Euch herzlich
Gabi  ❤

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